Recht und Restorative Justice (RJ)

Über Straf- und Massnahmenrecht, Strafuntersuchung und die Relevanz von RJ in der Seelsorge.

Ort

UniS

Schanzeneckstrasse 1, 3012 Bern

Veranstalter

Aus- und Weiterbildung Seelsorge

Termine

lu, 08.06.2020 - ma, 09.06.2020

 Detailinformationen und Anmeldung zum Studiengang auf  www.aws-seelsorge.unibe.ch

In der Gefängnisseelsorge sind Grundbegriffe des Rechts sowie Grundkenntnisse einer Strafuntersuchung notwendiges Wissen. Daben wird über die Methodik von RJ berichtet.

 Inhalte

Da Gefängnisseelsorge in den Institutionen des Straf- und Massnahmenrechts und der Untersuchungs- und Ausschaffungshaft stattfindet, müssen Seelsorgende über Grundkenntnisse in diesen Bereichen verfügen. Seelsorge bewahrt eine gewisse kritische Distanz bei gleichzeitiger Fähigkeit zur interdisziplinären Zusammenarbeit, deshalb ist es notwendig, den dualen Aufbau des Rechts zu verstehen und aus theologisch-ethischer Perspektive kritisch zu reflektieren, um eigene Überlegungen in den interdisziplinären Diskurs einfliessen lassen zu können.

Seelsorge trifft häufig auf ausländische Insassen und sollte deshalb den Ablauf einer Strafuntersuchung kennen und erklären können, um so Insassen von seelischem Druck zu entlasten, der durch Unkenntnis dessen entsteht, was mit ihnen geschieht.

Im geschlossenen Vollzug ist es sinnvoll, Methoden der Restorative Justice zu kennen, um mit den Gefangenen und verschiedenen anderen durch die Tat Betroffenen arbeiten zu können, wenn sich die Gelegenheit ergibt. 

 Ziele

Die Teilnehmenden kennen Grundbegriffe des Straf- und Massnahmenrechts. Sie verstehen den dualen Aufbau des Rechtssystems und dessen Bedeutung für die Gefängnisseelsorge. Sie sind in der Lage erste strafethische Überlegungen zum Straf- und Massnahmenrecht anzustellen und aus theologischer Perspektive kritisch zu reflektieren. Sie können die Unterschiede des dualen Rechtssystems in unterschiedlichen Haftsituationen erklären und verständlich machen. Sie sind in der Lage, den Ablauf einer Strafuntersuchung zu verstehen und in Seelsorgesituationen so zu erklären, dass er auch für Menschen, die mit Erfahrungen anderer Rechtssysteme kommen, verständlich wird. Sie kennen Grundbegriffe von Restorative Justice und können einschätzen, in welchen Haftsituationen es möglich wäre, mit diesen Methoden zu arbeiten.

 Zielgruppe 

Pfarrer/-innen, Gefängnisseelsorger/-innen und weitere Interessierte.

 Lehrmethode 

 Präsenzunterricht 

 Leitung 

Pfr. Frank Stüfen

 Referierende 

Adrian Kägi, Staatsanwalt Abt. Gewalt- und Sexualstraftaten

Pfr. Friedrich Schwenger, Gefängnisseelsorger und Experte für Restorative Justice in Niedersachsen/DE

Thema/Handlungsfeld

Diakonie und Seelsorge

Qualifikation

Weiterbildung, CAS, DAS, MAS

 Kompetenzen 

Glaubwürdig leben - Leben aus dem Evangelium, Glaubwürdig leben – Berufsidentität, Lösungen entwickeln – Hermeneutische Reflexion, Lösungen entwickeln - Kreativität, Beziehungen gestalten – Beziehung und Empathie, Beziehungen gestalten - Team- und Konfliktmanagement, Ergebnisse erbringen – Ziel- und Ergebnisorientierung, Einfluss nehmen – Leitung, Einfluss nehmen – Kommunikation.

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