Tagung - Strafprozessordnung auf Abwegen

Strafprozessordnung auf Abwegen

Kritische Voten zur aktuellen Revision

Tagung Fachgruppe, Reform im Strafwesen
Do. 12.09.2019, 09.30 - 17.15 Uhr

Das Programm finden Sie im beigefügten PDF.

Öffentliche Gerichtsprozesse sind in der Schweiz seit 2011 zur Rarität geworden. Damals wurde die heutige Strafprozessordnung in Kraft gesetzt. Sie ist durch kurze Prozesse geprägt: Die meisten Verfahren werden seither in Strafbefehlsoder abgekürzten Verfahren erledigt. Es fand eine Gewichtsverlagerung von den Gerichten zur Staatsanwaltschaft statt.

Bereits jetzt plant der Bundesrat eine punktuelle Revision dieses jungen Gesetzes. Er strebt aber keine umfassende Überarbeitung an. Im Zentrum steht unter anderem die Einschränkung der Teilnahmerechte der Verteidigung, die als Gegengewicht zum Machtzuwachs der Staatsanwaltschaft geschaffen wurden. Dies würde die 2011 eingeschlagene Richtung zusätzlich akzentuieren.

An der Tagung der Fachgruppe «Reform im Strafwesen» sollen rechtsstaatliche Brennpunkte der geltenden Prozessordnung unter die Lupe genommen und die geplante Revision kritisch hinterfragt werden. Ein Podiumsgespräch samt Pausen und einem Apéro am frühen Abend gewährleisten die diskursiven Denkräume dieser Veranstaltung.

Eine Kooperation der Fachgruppe «Reform im Strafwesen» mit dem Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich, der Universität Bern, der ZHAW Departement Soziale Arbeit und der Paulus Akademie.

Konferenzsprache: Deutsch. Die Referate werden simultan auf Französisch übersetzt.

Die Fachgruppe Reform im Strafwesen

Die als Verein konstituierte Fachgruppe Reform im Strafwesen setzt sich seit 1975 für eine kritische Auseinandersetzung mit dem Strafwesen in der Schweiz ein. Sie entwickelt fortschrittliche Lösungen, die geeignet sind, den heutigen Herausforderungen im Umgang mit Kriminalität zu begegnen. Sie hält mit ihrer humanen und liberalen Grundhaltung eine rationale Kriminalpolitik für wirksamer als populistische Parolen.

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