Nähe und Distanz

Jahrestagung 2019

Der Vorstand des Schweizerischen Vereins für Gefängnisseelsorge, die Leitenden Pfarrer_innen und Koordinator_innen in den verschiedenen Regionen, aber auch der Studienleiter des SSMV tauschen sich gelegentlich aus. Dabei wurde deutlich, dass die Frage von «Nähe und Distanz in der Gefängnisseelsorge» genauso wie das damit letztlich verwandte Thema der «seelsorglichen Schweigepflicht» immer wieder von Neuem wichtig sind. Beide Themenfelder sind nicht abschliessend zu behandeln und bedürfen immer wieder unserer Aufmerksamkeit.

Wie nahe ist nah genug und wie weit weg ist zu weit weg? Was bewegt Seelsorgende, Nähe zuzulassen, die von aussen kritisch gesehen werden kann? Sind wir Seelsorgenden nicht ganz anders als das restliche Personal und dürfen selbst bestimmen, wie nahe wir gefangenen Menschen kommen? Verwischen Seelsorgende Grenzen, weil sie Seelsorge treiben? Dürfen sie das oder ist das ein Grund, sie nicht weiter für Besuche zuzulassen?

In diesen Fragen liegen vielschichtige Themen verborgen und werden grundsätzliche Ansätze von Gefängnisseelsorge offenbar. 


An der Jahrestagung 2019 in Bern wurden Thesen aus der Perspektive des Justizvollzuges diskutiert, die Thomas Erb, Leiter des Sozialwesens in der JVA Pöschwies pointiert formulierte.

Prof. Isabelle Noth, Ehrenmitglied im Verein Gefängnisseelsorge und ausgebildete Gefängnisseelsorgerin, stellte gemeinsam mit dem Ethiker Prof. Mathias Wirth ihre Gedanken zu Grundsatzfragen von Nähe und Distanz vor.

Die an der Tagung gezeigten Präsentationen stellen wir Interessierten gern hier zur Verfügung - vielen Dank den Referierenden für die Dateien.


AWS SSMV

Pfr. Dr. Frank Stüfen, Studienleiter des AWS SSMV, berichtete über die aktuellen Module. Auch seine Präsentation stellt er Interessierten gern zur Verfügung.

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